... und letztendlich nicht einmals beheistert davon.
Die Rede ist hier vom Montagu Pass. Bereits im 2012 wollten, damals wir, Chrigi, Priska und ich, diesen Pass abfahren. Aus Zeitgründen haben wir uns dann aber dagegen entschieden. Im 2014, mit Buchi und Beat, hab ich davon abgesehen, weil Buchi sich damals nicht sehr wohl mit engen, hohen Passstrassen fühlte. Ja, und im 2015 hab ich zwar die ersten Kilometer des Passes in Angriff genommen, dann aber umgekehrt, weil es mir "zu einsam" vorkam, so alleine, auf der vom Mobilfunknetzt teilweise nicht mehr erschlossenen engen Passstrasse und dann noch auf Schotterpiste zu fahren. Ja und heute, heute hab ich endlich den Entschluss gefasst , diese Strecke kennen zu lernen. Ohne vorher die Karte zu studieren, bin ich von Oudtshoorn losgedüst, munter drauf los Richtung George, einer Stadt an der Küste liegend. Um von Oudsthoorn, der little Karoo, an die Küste zu gelangen, muss man die Outeniqua Mountain Range überqueren. Der gleichnamige Outeniqua Pass sowie der Montagu Pass sind die wichtigsten Verbindungen. Vom Outeniqua Pass bin ich restlos begeistert. Diesen bin ich schon, ach ich weiss nicht mehr wie oft, gefahren. Und immer wieder "muss" ich einen Fotostop einlegen, die Aussicht ist wunderschön.
Anyway, ich fuhr wie gesagt Richtung George, und vom "Abschiedsschmerz" der little Karoo und der atemberaubenden Landschaftschönheit noch abgelenkt, befand ich mich, eh ich mich versah, bereits on top auf dem Outeniqua Pass. Tja, und das war natürlich falsch, denn bekanntlich wollte ich ja die Route über den Montagu Pass fahren. So kehrte ich entschlossen um, bis ich schliesslich zur gewünschten Abzweigung gelang. Am Anfang fühlte sich die Fahrt noch gut an, vorbei an Farmen und einem Weingut. Doch allmählich wurde die Strasse enger, die Schotterpiste arger. Teilweise war sie mit tiefen Gruben versehen, entstanden vom Regen. Doch die Gewissheit, dass man die Strecke ohne 4x4 Rad unter dem A.... befahren kann, beruhigte mich. Ich fuhr also so mit Tempo 20 bis 30 vor mich hin und irgendwann war dann auch das Handysignal weg. Dies ist dann schon ein spezielles Gefühl, jetzt nur nicht einen Platten einfangen. Teilweise war die Strasse steil abfallend, eng, doch sie liess sich eigentlich ganz gut passieren. Nur die Aussicht fehlte mir aber. Ganz am Anfang erlaubt die Stecke einen Blick auf,die Passstrasse des Outeniqua, aber danach fehlte mir irgendwie der "Wow" Effekt. Die Herausforderung war vielmehr, die sich teilweise in doch schlechtem Zustand befindenede Strasse zu meistern. Und von Umkehren konnte keine Rede sein, dafür ist die Strasse schlichtweg zu eng. Mein Fazit ist: mit einem normalen PW nicht empfehlenswert, denn so spektakulär ist die Strecke nicht, um die Mühe auf sich zu nehmen. Mit dem Mountain Bike kann es durchaus reizvoll sein, denn während der ganzen Fahrt sind mir nur zwei Autos und ein Mountain Biker entgegen gekommen. Man hat die Strecke also mehrheitlich für sich.
Ja, und jetzt sitzt ich in einem Restaurant in Plettenberg, welches sich innerhalb des Beacon Island Ressorts befindet. Dieses wurde mir, zurecht, empfohlen; ich hab grad einen vorzüglichen Karoo Lamb Shank verspiesen. Lekker!
Meine Gastgeber heute heissen Willy und Marina, zwei äusserst liebenswürdige und hilfsbereite Menschen. Bei der Ankunft gabs gleich Kaffee und Keckse und Willy hat mein Auto ordentlich parkiert und das Gepäck hochgeschleppt. Und das alles für CHF 30 inklusive Frühstück. What a lucky chic I am!



Mutig, Mutig, Mutig :-)
AntwortenLöschenMutig, Mutig, Mutig :-)
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