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Montag, 6. Juli 2015

...und scho wieder "du passé"!

Schön war's! Wir hatten es einfach nur gut und friedlich mit unserer Gruppe. Urs und Sebi sind angenehme und unkomplizierte Reisegefährten, so natürlich auch Alena und Zdenek, die sich einmal mehr als perfekte City Guides und Übersetzer entpupten. Schon speziell, ich bin ja eigentlich keine Sprachbanause, aber mit Tschechisch werde ich nicht warm, hab kaum einen Zugang zu dieser Sprache! Und irgendwie ist es auch merkwürdig, weil man gar nicht genau sagen kann, auf welche Alternative man ausweichen soll. Versuchte ich es mit Englisch, kam bestimmt die Antwort auf Deutsch zurück und vis versa...! Sprachlich also eher nur??? 
Doch ansonsten hätte ich es gut und gerne noch ein paar Tage ausgehalten. Die Abreise fiel mir etwas schwer, den Prag ist wirklich toll, Grossstadt mit altertümlichen Flair. Allerdings liessen die vielen asiatischen Touristen hin und wieder China Town Feeling aufkommen, knips knips knips und big smile! Auch ich hab ziemlich viel fotografiert, schliesslich wollte ich ja meine neue Sony ausprobieren. Mit dem richtigen Bildausschnitt brauche ich noch etwas Übung, doch ich bin rundum happy mit ihr. "Wir" werden aneinander viel Freude haben ;)
Hier ein paar Impressionen!

Ein bisschen Nostalgie


Karlsbrücke

Bella vista

Touri Rummel um die Sehenswürdigkeiten

Wir haben Spass! 

Und immer wieder Schlemmen; hier Tapas beim Spanier...

Malen...

... für eine soziale Institution!


Wie im Bilderbuch


Praha.... (Tschechisch)
Would love to come back one day! 


Sonntag, 5. Juli 2015

Erst Schlager dann Jazz

Eigentlich wollte ich ja früh zu Bett, das war am Donnerstag, vor der Abfahrt nach Prag. Doch die Pissnelken hatten sich für einen Auftritt in der Badi Seeliken angekündigt. Ganz spontan liess ich mich überzeugen, dass dies ein ideales Abendprogramm vor dem verlängerten Wochenende ist. Es wurde tatsächlich witzig, kaum noch im Wasser, dann schon in der Pool Position der Band. Die Jungs trällerten ihre Standardschlager und das Publikum hat lauthals mitgesungen und getanzt.
Ich kam etwa um halb zwölf nach Hause, packte meine sieben Sachen und sprang zur Abkühlung nochmals in den See...
Knapp vier Stunden später war tagwach. Urs holte mich pünklich ab, der ganze Camping schlief noch tief und fest. Knapp acht Stunden nach Abfahrt, wir kamen super vorwärts, fuhren wir vor unserem Hotel in Prag vor. Die Lage ist perfekt, mitten in der City, gleich neben der Karlsbrücke. Mitten drin wurde meine Begeisterung definitv wach. Ich hatte erst Bedenken wegen der Hitze, doch die Stadt bekommt so tatsächlich südländischen Charme und das gefällt mir natürlich sehr, ich bin restlos begeistert und riesig happy, mal wieder in einer Grossstadt zu sein. Inzwischen scheint mir dies tatsächlich zu fehlen. Ich weiss ja von Südafrika her wie es mit mir tut: natur pur mit Stille und Weite und dann wieder pulsierende Grossstadtstimmung... Perfekte Mischung 4 me...!
Bis jetzt hatten wir es einfach wunderbar. Alle sind voll im Elan und trotz Hitze wacker und unternehmungslustig. Der Tapenwechsel ist wirklich genial und das Reisefieber wieder voll "in action" ;)

Pissnelken @Seeliken 

Susanne und Urs, Camping Nachbarn

"Tapetenwechsel" 

Unser Freund und einheimischer Reiseguide Zdenek macht sich gut als Wächter

Sebi und Urs am Fachsimmpeln

Kleine, feine Beizli laden zum Verweilen ein

Sogenannte "Radler" sind willkommende Durstlöscher

Entlang der Moldau weht ein Lüftchen

Prager Innenhöfe sind einzigartig

Die Stadt lebt auch nachts

Und auch hier strahlt der Mond :)

Mittwoch, 4. Februar 2015

On the road again

Ist das herrlich. Es ist einfach traumhaft, wieder unterwegs zu sein und dazu noch mit einem Unimog, was soviel bedeutet als dass wir auf Camp Grounds übernachten werden. Die letzten Tage in Cape Town waren emotional intensiv und ich habe auch realisiert, dass der Blog diesbezüglich nicht viel her gibt, doch dazu später oder morgen...
Wie gesagt, ich bin also wieder on the road, zusammen mit Peter reise ich in die Cederberge. Für mich eine neue Entdeckungstour, den bisher habe ich diese Region nur am Rande gestreift. Mit einem Unimog ist man eher gemächlich unterwegs, was mir sehr behagt. Hoch oben bei Tempo 80 kriegt man sehr viel von der wundervollen Umgebung mit. Ich freu mich jetzt schon auf die Weiten, aber auch auf die Berge. Wandern ist auch auch geplant und am Donnerstag steht ein Besich bei Cheryl in Clanwilliam an. Sie kenne ich seit dem letzten Jahr, Chrigi und ich waren damals Gäste in ihrem Guesthouse und Cheryl hat mich während ihrem Aufenthalt in der CH am 12. Juli 2014 in Zug besucht. Eine Freundschaft ist entstanden... Cheryl ist sehr bemüht, mich mit verschiedenen Leuten in Verbindung zu bringen, damit ich ein Visum beantragen kann. Eine neue Option hat sie mir vor zwei Tagen per Mail bekanntgegeben, diese muss ich noch prüfen. Anyway, zurück zu unserem Trip. Heute sind wir bis nach Yzerfontein gefahren auf der R27. Diese empfehle ich ab sofort als passende Alternative zur N7. Man kommt zügig voran und die Strecke führt immer wieder dem Meer entlang und ist verkehrstechnisch weniger hektisch als die N7 kurz nach Bloubergstrand. 
Yzerfontein ist ein überschaubares Dörfchen direkt am Atlantik und liegt ca. 80km von Kapstadt entfernt. Wir haben einen Camping direkt am Meer gefunden, ein Traumplätzchen und wir zwei alten Campinghasen sind schon wieder voll im Element. Ich darf auf dem Dachzelt schlafen, juduhuii, schon lang ein Traum von mir und Peter macht es sich im Unimog gemütlich. 
Eins kann ich euch sagen. Ich freu mich schon sehr mit diesem Ding über die Schotterpisten zu fetzen.
Doch erstmal buona notte im Dachzelt...

Strandspaziergang in Yizersfontein

Am Bruzzeln auf dem Campingplatz


Samstag, 24. Januar 2015

Der Prinz aus Zamunda im Cape to Cuba

Zu Fuss sind wir nach Zimmerbezug und erfrischenden Dusche von St. James nach Kalk Bay marschiert. Eine kühle Limmo gabs mit Füssen im Sand in der Bar vom "Cape to Cuba". Die Speisekarte überzeugte uns gleichermassen und so wechselten wir ins gleich anschliessende Restaurant, allerdings hatten wir dafür wieder unsere FlipFlops montiert. Wir bekamen den besten Kellner zugeteilt,  den sympathischen "Max" aus Malawi. Er hatte ein Lächeln drauf wie Eddie Murphy im Film "der Prinz aus Zamunda" . So konnten wir nicht genug bekommen von diesem unwiederstehlichem smile und haben eine Bestellung nach der anderen aufgegeben. Das war von A - Z ein super gemütlicher Abend und wir genossen und amusierten uns über das most beautifull smile from Max! 

Big smile 

Ein Tag mit Schikanen und dem nötigen Quäntchen Glück

Heute morgen haben wir im Lady Loch zuerst die wunderbare Ruhe genossen, einen Kaffee geschlürft und sind dann, ohne Frühstück, losgedüst. Nochmals über die älteste Stahlbrücke südafrikas, auf die R45 Richtung Paarl. Ich wollte unbedingt das Drakenstein Prison besichtigen, in welchem Nelson Mandela einige Jahre inhhaftiert war. Leider gibts dort ausser einer Statue Mandelas nicht so viel zu sehen, das Gefängnis ist immer noch in Betrieb und nicht öffentlich für Besucher. Wir fuhren weiter bis Franschhoek, genehmigten uns einen Kaffe und schon bald kam ein Hüngerchen auf. Zielstrebig fuhr ich zum "Pappa Grappa" denn schon lange läuft mir das Wasser im Mund zusammen an dem Gedanken an das lekker Kalbsplätzchen an einer Kapernsauce. Ja ich weiss, schon wieder berichte ich vom Essen, doch schliesslich befinden wir uns im "Schlaraffenland" Südafrika und ich kenne mittlerweile einfach zu viele gute Plätze. Das Essen war wunderbar und wir haben diesen Lunch sehr genossen. Doch bei der Bezahlung stellte ich mit Schrecken fest, dass sich mein Portemonnaie verflüchtigt hatte. Doch wohin bloss? Ich bin zu meiner Überraschung erstaundlich ruhig geblieben. Konzentriert sind wir alle Stationen des Vortages nochmals im Kopf durchgegangen und haben sämtliche "Spunten" und auch unsere Unterkunft Lady Loch angerufen. Im Fairview wurden wir schliesslich fündig, die hatten mein Wallet tatsächlich aufgestöbert. Dies war mir ein grosses Trinkgeld Wert. Und zum Glück liegt Pappa Grappa gleich um die Ecke von Fairview und so konnten wir es gleich abholen. 
Durch diese Eskapade, sowas ist mir vorher übrigens noch nie passiert!!!....haben wir etwas Zeit verloren. Trotzdem gut gelaunt, kurvten wir via Stellenbosch, Mitchels Plain und Muizenberg nach Kalk Bay. Dort buchten wir bei einer Tasse Cappucchino eine Unterkunft über booking.com und hatten keinen "Stress" dabei. Kurz vor 18 h sind wir dort gemütlich eingetrudelt... Doch oh Schreck, offenbar gleichzeitig zu unserer online Buchung hat die Gastgeberin ihr letztes Zimmer weggegeben. Sie war untröstlich und half uns, eine Alternative zu finden. Schliesslich sind wir im 1.5km entfernten St. James gestrandet, auch ok, wir sind bei dieser "Tante Emma" sicher gut aufgehoben. 

Ruhiges Erwachen im Guesthouse Lady Loch

Drakensberg Prison


Freitag, 23. Januar 2015

Welbedacht...

... so heisst das Wein Estate, welches wir für unser Nachtessen auserkoren haben. Das Restaurant selber heisst "Restaurant No 6" und liegt auf der Weinfarm "Welbedacht" . Das Afrikaanse Wort bedeutet, nah, ratet mal.... Ja genau: "gut überlegt"! Voilà, ich sags ja, Afrikaans ist gar nicht so schwer zu verstehen. Der Weg bis zum Restaurant ist übrigens auch ein Erlebnis. Einige km ausserhalb Welligton, rechts weg und zuletzt auf einer Schotterpiste, wenn man denkt jetzt kommt gar nichts mehr, erreicht man schliesslich das voll in der Pampa gelegene Lokal. Super Abendstimmung, erstklassiger Service und Ruhe pur! Wir hören Grillen und Frösche und sonst gar nichts. Und jetzt, nach dem feinen zNacht geht das Abenteuer erst richtig los, zurück auf der "pumpy Road" und dann? Ob wir unser Guesthouse "Lady Loch" ebenfalls "weg vom Gschütz" wohl wieder finden? Jaja bestimmt, wIr haben's bisher noch immer geschafft ;)

Abendstimmung im Restaurant No.6 @Welbedacht, ausserhalb Wellington (Sicht von unserem Tisch!)



Dienstag, 20. Januar 2015

Mehr km gefahren als geplant

Nach einer langen Nacht mit tiefem Schlaf, ich hab fast elf Stunden durchgeschlafen, waren wir bereits um 8am beim Frühstück. Fünf Minuten später gesellte sich ein weiteres Päärchen dazu, auch Schweizer und dann noch aus Unterägeri 😱  Kanton Zug meets in South Africa... Die beiden sind zum ersten mal in SA unterwegs und sie haben eine tolle Route geplant, den beiden bleiben noch drei Wochen Zeit. Eigentlich kenne ich alle Plätze, die sie besichtigen möchten und da sie noch nichts vorgebucht hatten, waren sie dankbar über meine zahlreichen Tipps. Doch ich hab nicht all mein Wissen ausgepacht, hab mich zurück gehalten! 
Trotzdem dauerte unser Frühstück halt etwas länger als gedacht, doch who care's" TIA; this is Africa! 
Von Tulbagh fuhren wir nach Ceres und von dort auf der R303 etwa 100km nach Citrusdale. Die Stecke ist in meinen Augen traumhaft schön. Teils auf gefestigter Strasse, teils auf Schotter führt sie entlang der Gebirgskette der Cederberge und lässt erahnen, welche Naturschönheiten es in dieser Gegend zu entdecken gilt. Chrigi und ich haben bereits im 2014 Cederberge Luft geschnuppert und schon damals erkannt, dass man dazu einen 4x4 unter dem A.... braucht, hahaha...! Mit unserem Gürkli definitiv nicht passierbar, das wusste ich, doch Buchi und ich haben dafür einfach nicht genügend Zeit... I just say, "next time", gäll Chrigi...?!
Die R303 kann ich allerdings sehr empfehlen, sie führt vorbei an endlos langen Plantagen von Birnenbäumen, über bizzarre Gebirgsketten und schliesslich hinunter auf die weite Ebene von Citrusdale. Bereits um 12h hatten wir den Ort erreicht. Vom Fahren noch nicht genug gekriegt, entschieden wir uns, die weitere Etappe bis nach Paternoster anzugehen. Heute war es heiss, gefühlte 40 Grad und wir sehnten uns nach der erfrischenden Brise des Atlantic Oceans!
In Paternoster haben wir sie gefunden...

Eindrücke während der Fahrt on R303



Ankunft in Paternoster

A little bizzare...

Me and she...

E windigi Sach...

Locals @Paternoster

On the road again...

"Seit Montag Morgen sind wir tatsächlich unterwegs. Ich muss dazu sagen, dass wir etwas "ramponiert" losgefahren sind, zumindest ich. Eigentlich wollten wir den Abend vor der Abreise gemächlich angehen, doch schlussendlich gabs dann beim nach Hause kommen noch ein Glas Wein, Kaffee und Grappa. Trotz leichten Brummschädel sind wir gutgelaunt und voller Vorfreude gegen 10 h losgefahren. Ciao Palazzo...
It feels great to be on the road again. Wir wählten die N1 Richtung Paarl, passierten dort den Tunnel und kamen kurz vor Worcester wieder raus. Der Spa, den uns Rob als Tipp gegeben hat, entpuppte sich als Reinfall nach unserem Geschmack. So nahmen wir erstmal genüsslich Lunch auf einem Weingut voll in der Pampa, Namens Jason Hill. Wir waren die einzigen Gäste, das Weintasting haben wir ausgelassen, doch das Lokal ist zu empfehlen, di koos was baie lekker! Anschliessend mussten wir etwas zurück fahren, den unser Tank schrie nach einer Auffüllung. Getan, fuhren wir durch das Slanghoek Valley, einer Umfahrungsstrasse zur N7. Wunderbare Gegend, umgeben von zahlreichen Weingütern, viele davon geführt durch Locals, Colourds oder Schwarzen. Die haben wir aber alle ausgelasen, trotzdem hat uns die Fahrt aufgrund der Landschaft ungemein gefallen. Langsam müde, hauptsächlich vom Vorabend ;)  entschlossen wir uns, eine Unterkunft zu suchen und dafür den kleinen Umweg nach Tulbagh in Kauf zu nehmen. Denn dies soll ein malerischer kleiner Ort mit guten Unterkünften und Restaurants sein. Wir bestätigen dies und können Tulbagh wärmstens empfehlen. Wir sind das ganze Dorf abmarschiert, leider waren viele Restaurants ausgerechnet montags geschlossen. Doch in South Africa findet man immer einen lekker plaak. Wir landeten im Lokal No. 3 unserer Präferenz, im "the Reader's Restaurant" und dieses entpuppte sich als Geheimtipp, vorausgesetzt man schätzt romantische Atmosphäre bei Kerzenlicht, gediegene Background Music und individuell zubereitete Lekkereien... We did! 

Restaurant "Reader's place", Tulbagh

Der Ort ist geprägt von im viktorianischen und kapholländischen Stil gebauten Häuschen

Main Road in Tulbagh, Old Town

Organics Public Garden, Tulbagh


Freitag, 16. Januar 2015

Zwei Zuger auf Wandertour

Für gestern Donnerstag stand Wandern mit Peter auf dem Programm. Hab mich schon die ganze Woche darauf gefreut. Doch oh Schreck, das Wetter sah etwas trüb aus und eine Nebeldecke über dem Palazzo liess es leicht nieseln. Doch ich weiss, dass drüben in Nordhoek oftmals gegenteilige Bedingungen herrschen, wobei die City in der Regel sehr sonnenverwöhnt ist. Wetterbedingt wählte ich für einmal nicht die Strecke der Küste entlang sondern entschied mich für die M3 Richtung Muizenberg und dann rechts weg über den Oude Kaapserweg. Hey, ich bin ganz stolz, hab weder Navi noch Roadatlas... Ich kenne mich wirklich schon gut aus. Etwa 45 Minuten später erreichte ich mein Ziel. Peter wohnt, wie könnte es anders sein, auf dem Camping, in Nordhoek. Es ist ein idyllischer Platz, wahrscheinlich werde ich dann im Februar auch ein oder zweimal dort nächtigen, denn Peter hat mich eingeladen er hat reichlich Platz für Gäste. Wir fuhren vom Camping zuerst ins Cape to Cuba in Kalk Bay zum Frühstück, um gestärkt auf die Tour zu gehen. Irgendwann waren wir dann aber doch abmarschbereit. Mit neuen Wanderschuhe ausgerüstet, fiel mir der Aufstieg leicht. Es sind spezielle Schuhe, es läuft sich wie ein "Gumpesel". Die von uns gewählte Wanderstrecke liegt auf dem Oude Kaapser Weg Paas und heisst River... Es sind verschieden Rundwege wählbar, wir entschieden uns für 10km Strecke, hinauf zum Damm. Es war einfach nur traumhaft. Vorbei an Fynbos, weiten Ebenen, teilweise auf sandigem Pfad, dann wieder durch dschungelartige Wege. Zu meiner Freude blühten noch zahlreiche Proteen, es ist wunderbar, sie in freier Natur zu bestaunen. Ich hätte noch länger weitergehen können, war ganz fasziniert von der Landschaft und den Weiten. Doch es war ziemlich heiss und wir haben einiges an Sonne abgekriegt. Nachdem ich Peter wieder zum Camping zurückchauffiert habe, fuhr ich zurück über den Chapmans Peak. Später im Palazzo gabs keine Zeit zum Ausrihen. Neue Gäste sind angekommen, für mich bekannte Gesichter, weil Andy und weil sie letztes Jahr schon da waren. Die Männer bekochten uns, es gab lekker Muscheln zur Vorspeise und dann Paella. Es ist natürlich wieder nach Mitternacht geworden...

Peter's Plätzchen in Nordhoek





Rückfahrt entlang des Chapsman's Peak mit Sicht auf die Bucht von Hout Bay


Mittwoch, 14. Januar 2015

Tagesausflug in die Winelands

Das ist eine ganz gute Sache. Die Weinlands lassen sich aus Kapstadt in weniger als einer Stunde erreichen und die Fahrt dorthin ist durchaus reizvoll. Der Bus holte uns bequem beim Palazzo ab. Es gab neben uns vier noch neun weitere Teilnehmende. Wir waren eine witzige Gruppe; zwei Pärchen aus Durban, ein Norweger, zwei Personen aus Schweden, ein Schotte sowie eine Japanerin. Wir haben vier Weingüter besucht, drei davon kannte ich bereits. "Villiera Wines" gehört zu Stellenbosch und war unser erster Stop. Insbesondere der Chenin Blanc hat es mir dort angetan. Die nächste Etappe führte uns zu Tokara. Hier war ich bereits zweimal, es ist meiner Ansicht ganz toll dort. Es gibt dort neben Wein auch Oliven und Olivenöl zu degustieren. Ausserem werden die Kunstobjekte, die dort ausgestellt werden, regelmässig ausgewechselt. So gibts immer wieder neues zu sehen. 
Nach Tokara gings zum Lunch, wir konnten aus sieben Gerichten auswählen. Ich bestellte den traditionellen "Bobotie" eine Art Eintopf Gericht, eine typische südafrikanische Köstlichkeit.
Für mich war der ganze Tag sehr interessant, denn jeder Guide hat seinen eigenen Stil und es ist toll, ein wenig in der Beobachterrolle zu sein. Unser Guide hat den selben Kurs besucht, den ich auch absolvieren werde, jedoch bei Livingstone und nicht bei der Tour Guide Academy. Livingstone hab ich mir auch angeschaut, fand aber den anderen Anbieter sympathischer, ich werds ja dann erleben. Sie meinte, es gäbe viele Anbieter, die gerne Guides aus Europa anstellen, resp. Anheuern, auch ohne Bewilligung. Die Bezahlung läuft dann unter der Hand... Sogenannte Schwarzarbeit! Nah ja, mich überzeugt sowas nicht wirklich. 

Ausblick @Toskara

Ein Ständchen @Solms

Sonntag, 11. Januar 2015

Zwei Tickets für die Blue Line, bitte!

Die Fahrt mit den roten Bussen ist immer wieder ein tolles Erlebnis. Bereits am Vortag, kurz vor dem ins Bett gehen, stand das Programm fest. Gaby, ein neuer Gast aus Luzern, war gerade mit Edelweiss angekommen und voller Unternehmungslust. So zogen wir am anderen Morgen zusammen los, zuerst SIM Karte besorgen und dann ab auf die Buslinie. Lässig für mich, dass ich nun vieles zeigen und erklären darf. Gaby ist aber keinenfalls eine Newkommerin hier. Hat sie doch noch zu Apartheidszeiten in George, 400km entfernt von hier, gelebt und gearbeitet. Doch sie war viele Jahre nicht mehr da, entsprechend ist alles neu. Wir genossen die Fahrt der Linie blau, die eine grosse Route abdeckt. Erst hin Hout Bay verliessen wir erstmals den on and off Liner; Bay Harbour Market war unser Ziel. Ich besuchte diesen Markt bereits mit Susi und Markus im vergangen Jahr. Meiner Meinung nach wie vor ein Insider Tipp. Die meisten Besucher sind Einheimische, denn der Markt bietet mehr als der herkömmliche afrikanischen Craft Market. Viele verschiedene Künstler und Geschäfte präsentieren ihre zum Teil sehr speziellen Produkte den Besuchern. Sehr schön sind die einfachen Artikel hergestellt aus Tee Beutelchen. Ein ideales Mitbringsel der besonderen Art. Auch kulinarisch kommt man nicht zu kurz, von einfachen Sandwiches über Chinese Food oder Sushi bis hin zu südafrikanischen Köstlichkeiten finder man hier alles. Nach ausgiebigen Herumstöbern bestiegen wir erneut den Bus, diesmal gings bis Champs Bay. Dort liessen wir es uns nicht nehmen, bei einem feinen Glas Wein (ja, ich weiss, ich sollte nicht....) die bunten Menschenmengen an Strand und an der Prommenade zu bestaunen. Die Stimmung in diese Ecke war friedlich und fröhlich. Auch Gaby und ich unterhielten uns angenehm, der Gesprächsstoff ging uns beiden Afrika Liebhaberinnen nicht aus. Irgendwann, schon fast beim Einduckeln, kamen wir wieder an der Waterfront an. Uns zogs noch nicht direkt zurück zum Palazzo, ein kleines Hüngerchen kam auf und wir entschlossen uns für eine leichte Fischmahlzeit in einem fast direkt am Wasser gelegenen Seafood Restaurant. Nach dem Essen marschierten wir von der Waterfront zusammen nach Hause. Wir waren über 12 Stunden nonstop unterwegs. Uuui, wie müde ich war, merkte ich erst in dem Moment, als ich das Licht löschte...